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Protokoll des Arbeitsbereiches 'Integratives Gesundheitswesen' des Gesundheitsparlamentes am 19. 01. 2002

Anwesend: Silvina Haubold, Hans Kröger, Theo Petzold, Edelgard Schmid, Marion Stelter, Elisabeth Hoste

1. Vorstellungsrunde
Silvina Haubold, Erzieherin
Mitarbeiterin im Kreativhaus. Z. B. Schriftsteller, Pädagogen gehen in Krankenhäuser und arbeiten zum Teil als Clown mit Kindern, unter dem Motto "Lachen ist Gesund".
Motivation: sie wünscht sich für Ihr Projekt eine dauerhafte Anerkennung und ein gutes "Ma-nagement" für diese Arbeit.
· Bewusstsein für Gesundheit: Komplexität des Gesund-werdens und Krank-seins verste-hen lernen. Welche Faktoren unterstützen das Gesund-werden?
· Umsetzung im Alltag, in der Familie-Wie? Welche Unterstützungsmöglichkeiten können integriert werden?

Edelgard Schmid, Soziologin, Qualitätsmanagementbeauftragte im Sozial-, Gesundheitswe-sen, 20 Jahre behutsame, soziale, nachhaltige, am Gemeinwohl orientierte Staderneuerung. Wichtige Aspekte: bezahlbare Mieten für alle Bevölkerungsgruppen, Armut, Erwerbslosig-keit, Wohnungslosigkeit und Gesundheit.
7 Jahre Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung, Qualitätsentwicklung, speziell in Kran-kenhäusern, bezahlbare Gesundheitsversorgung für alle Bevölkerungsgruppen, Reformie-rung des Gesundheitswesens mehr Demokratisierung, Partizipation, Transparenz, Qualitä-ten, für und mit allen Akteuren des Systems. Freie Mitarbeiterin beim HVD, Berlin und ande-ren Einrichtungen des Sozial-, Gesundheitswesens, sucht Tätigkeit im Qualitätsmanage-ment.

Elisabeth Hoste, Pädagogin, Yogalehrerin, Leiterin des WDM-Kindergartens
Wunsch: die im WEG DER MITTE gemachten Erfahrungen der integrativen Pädagogik - ins-besondere in Hinsicht auf die ganzheitliche Gesundheitserziehung und Bewegungserzie-hung im Vorschul- und Grundschulbereich - zu etablieren und zu integrieren durch z.B. Fortbildung von Eltern, Erziehern, Lehrern. Das eigene Verständnis über körperphysiologi-sche Vorgänge und sozial-ethische Aspekte der Pädagogik zu vertiefen und Familien in ih-rem Alltag zu unterstützen.

Theo Petzold, Arzt in Praxis- und Hofgemeinschaft
Bücher-Zyklus: Heilen, Evolution im Kleinen, Gesundheit ist ansteckend!
· Erkenntnisse aus der Theorie praktisch umsetzen
· In der Entwicklung befindet sich ein Zentrum für Lebenskunst
Ziele: Autonomie und Integration im Heilwesen
· Anderes Bewußtsein auch im kulturellen Kontext

Marion Selter, Gesundheitsberaterin, in VHS, Vorschule, Umweltbereich
Ausbildung bei Dr. Max Brucker, Ursachenforschung und Ganzheitlichkeit ist wichtig, vor 20 Jahren u. a. Rückzüchtung von Getreidesorten.
Ernährung, Umwelt, Lebensqualität
Herzenswunsch: Ernährungswissen weitergeben, viele chronische Krankheiten sind zum grossen Teil ernährungsbedingt.

Hans Kröger, Gestalttherapeut, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der psychosomati-schen Forschung.
Studium: Biochemie und verwandte Bereiche, Psychoneuroimmunologie
Ziele: Stärkung der Autonomie des Einzelnen
· Neurobiologie
· Institut für integrierte Medizin
Besonderes Ziel: Netzwerk für psychosomatische Erkrankungen
· Kompetenz des Einzelnen stärken

2. Gesundheitswesen- Zukunftsvision (Brainstorming
· Gesundheitshäuser, wo Menschen hingehen, um etwas für ihre Gesundheit zu tun, wie WDM, Lebensgemeinschaften, Geburtshäuser
· Paradigmenwechsel, von Krankheit zu Gesundheit
· Aufklärung
· Lebensumfeldgestaltung
· Zusammenarbeit und Koordination zwischen öffentlichen und freien Trägern, wissen-schaftlichen, naturheilkundlichen, etc Gruppen
· Vorsorge im präventiven Bereich durch Ernährung
· Persönlichkeitsschulung als Mensch in Familie, Schule, Ausbildung
· Neurobiologische Forschung aktivieren
· Wie kann ein Mensch sich aktivieren, um seiner eigenen Gesundheit dienlich zu sein?
· Vorbereitung aufs Alter, Präventionsmöglichkeiten, z. B. bei Alzheimer
· Wie erreicht man Menschen?
Persönliche Kontakte
Berufsumfeld
Medien- neue Konzeptionen dafür
· Wege erschliessen für mehr Zufriedenheit im Gesundheitswesen
· Partizipation und Transparenz von allen Beteiligten im Gesundheitswesen
· Welche Leistungen, welche Qualität soll erreicht werden- Sinnhaftigkeit
· Integrative Medizin, Arzt/Patient, Naturheilkunde, Allopathie. Was ist da zutun?
· Bewusstsein im Hinblick auf Salutogenese, Übergeordnet dem, der Pathogenese
· Zusammschluss aller Kräfte, die in diese Richtung arbeiten
· Veränderung des Kulturbewusstseins und dadurch Loslösung alte5r Strukturen
· Vielfältige Methoden sollen bleiben- Zielstellung nachhaltige Entwicklung
· Änderung im Arzt-/Patientenverhältnis, Patient ist kompetent
· Über alle unterschiedlichen Methoden hinweg, das Wohl des Patienten in den Mittel-punkt der eigenen Handlungsweise stellen

3. Einladung an andere NOG`s
· Warum besteht eine Notwendigkeit für Vernetzungen?
· Wie soll diese Vernetzung gestaltet werden?
· Welches gemeinsame, übergeordnete Ziel lässt sich finden?
· Wo ist ein Minimalkonsens plus gemeinsamem Ziel?
Suchen eines neuen Titels für den Arbeitsbereich:
· Integrative Medizin, Titel
· Bewusstsein- Integration- Heilung
· Selbstregulation
· Autonomie-Integration
· Selbstbestimmung durch Bewusstseinsbildung und Integration im Gesundheitswesen
· Selbstbewusstsein und Integration (im Gesw.) Bewusstseinsbildung

4. Wen möchten wir noch einladen?
· GesundheitsAkademie
· Institut für innovative Gesundheitskonzepte
· Prof. Klein
· Deutsche Gesellschaft für Regulationsforschung
· Zentralverband deutscher Naturheilärzte
· Deutsche Gesellschaft Sozialmedizin
· QVP- Methodenübergreifende Psychotherapie
· ZDN- Zentralstelle zur Dokumentation für Naturheilverfahren

5. Titel und Untertitel:
Integratives Gesundheitswesen
· Bewusstseinbildung
· Selbstbestimmung und
· Integration

6. Hausaufgaben:
· Wie können wir unsere Ziele:
Bewusstseinsbildung, Selbstbestimmung, Integration erreichen?
· Wie kann unser gemeinsamer Beitrag dazu aussehen?

Verschiedenes:
· Sprecheraufgaben, Treffen vorbereiten, Ergebnisse des AB ins GP tragen
· Nächstes Treffen des GP 21. 04 2002
· 1. Phase der Vernetzung bis dahin abschliessen

Sprecherin: Elisabeth Hoste
Vertreter: Theo Petzold

Protokollantinnen
Elisabeth Hoste
Edelgard Schmid


Überlegungen zur Verbesserung des Gesundheitssystems

H. Kröger und K. Bache

Verein zur Förderung der psychosomatischen Forschung bei Autoimmun-Erkrankungen e. V.
Kilstedter Strasse 28, 14167 Berlin
Telefon: 030/8121982
E-Mail: HansKroeger1@aol.com


Vorwort

Das deutsche Gesundheitswesen befindet sich in einer bedenklichen Krise. Von vielen Seiten wird versucht, dieser zu begegnen und neue Konzepte zu entwickeln. Dabei handelt es sich überwiegend um Programme, deren Effektivität schon nach kurzer Zeit erschöpft ist. Bei den meisten Bemühungen wird ein erhebliches Potential ausgelassen, nämlich die Fähigkeit jedes Einzelnen, mehr Verantwortung für sich zu übernehmen. Dieses beinhaltet, sich auf einen Weg zu begeben, um die eigenen Möglichkeiten zu entwickeln. In den hier aufgezeigten Überlegungen zur Verbesserung des Gesundheitswesens steht dieser Aspekt im Mittelpunkt.

1. Darstellung des Ist-Zustandes

Die Zeichen mehren sich, dass durch ethischen Werteverfall, eigendynamische Globalisierung und soziale Entfremdung innerhalb der "zivilen" Gesellschaften das Individuum einem immer größeren Problemdruck ausgesetzt ist. Viele Menschen verlieren ihren soziologischen, familiären und psychischen Halt, büßen ihre Identität und Autonomie ein, weil sie sich zwischen den Fronten von einseitiger wirtschaftlicher Profitorientierung sowie lethargischer Politik bei gleichzeitiger Verarmung ihres Gefühlslebens befinden.

Soziale Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit haben in vielen Bereichen zu einer Entkopplung und Entfremdung des Individuums gegenüber der Gesellschaft geführt. Der einzelne Mensch verspürt ein Ohnmachtgefühl von Hilflosigkeit in bezug auf Mitgestaltungsmöglichkeiten und Autonomie innerhalb seines Umfeldes. Verbreitete Eindrücke wie "Die machen ja doch, was sie wollen ..." - "Was kann ich schon tun?" oder "Ich muss doch selbst sehen, wo ich bleibe!" sind Zeichen der passiven, gesellschaftlichen Desintegration des Individuums in den sogenannten modernen Demokratien unserer Zeit. Aussagen wie "Mein Job macht mich krank, aber wenigstens habe ich noch Arbeit ..." - "Ich weiß, dass ich einen Herzinfarkt bekomme, wenn das so weitergeht!" oder "Warum muss es euch besser gehen als mir?" sollen dann einer selbständigen, aktiven Einstellung zum eigenen Leben und dem der Mitmenschen weichen.

Diese Situation spiegelt sich auch in der Tatsache wieder, wie stark die Anzahl und Ausprägungsvielfalt psychosomatischer Erkrankungen angestiegen ist, der man mit konventioneller Schulmedizin nicht Herr werden kann. Das Gesundheitssystem, welches sich in einer aktuellen Phase der Krise und überfälligen Umstrukturierung befindet, kann den Erfordernissen für individuelle Patienten in seiner jetzigen Struktur gerade hier nicht gerecht werden.

2. Welche Möglichkeiten gibt es zur Verbesserung der Situation?

Was kann getan werden, um für jeden einzelnen Menschen die Ursachen und Symptome psychischer Missentwicklungen und psychosomatischer Krankheiten zu lindern oder zu heilen? Dieses könnte erreicht werden durch eine Sensibilisierung für die psychologische und emotionale Aufarbeitung der eigenen Probleme und die Hilfsbereitschaft gegenüber denen anderer. Dann wird nicht nur der heute immer weiter ansteigende psychosomatische Krankenstand reduziert, sondern das Individuum könnte durch eine aktive Mitgestaltung gesellschaftlicher Prozesse darauf einwirken, dass sich die Lebenssituationen aller Menschen verbessert. Es kommt darauf an, dass die Autonomie des Einzelnen gefördert wird, noch besser der Einzelne erkennt, dass er wesentlich nur die Gestaltung des eigenen Lebens in die Hand nehmen kann.

Bevor der erwachsene Mensch ein selbständiges Mitglied der Gesellschaft wird, ist er zum Zeitpunkt seiner Geburt noch psychodynamisch indifferent: Seine Persönlichkeit ist psychisch im Sinne von Meinungsbildung und Handlungsfreiheit noch nicht klar ausgebildet.

Idealtypischer Weise verläuft die Entwicklung durch Erziehung und soziale Prägung in der Umwelt dergestalt, dass die Psyche als Steuerung der Persönlichkeit psychodynamische Energien nach außen lenkt, also freie Handlungen des Menschen ermöglicht, durch die er mit seinem Umfeld interagiert, in Kontakt tritt (siehe Abb. 1 a).

Im Falle einer krankhaften Entwicklung allerdings, kann die Persönlichkeit psychodynamische Energien nicht klar entschieden verarbeiten und lenken. Anstelle des dezidierten Verhaltens und des Austauschens mit der Umgebung richten sich beispielsweise negative Emotionen und Erfahrungen gegen die Person selbst, weil sie nicht psychisch aufgearbeitet und kanalisiert werden können. Psychosomatische Krankheiten können als Konsequenz daraus entstehen, da das Individuum zum passiven Auffangbecken aller Signale aus der Umwelt und seiner eigenen Reaktionen auf diese wird (siehe Abb. 1 b). Je geringer die Autonomie und die Selbständigkeit des Einzelnen im Umgang mit seinen psychodynamischen Energien sind, desto hilfloser bzw. kränker wird er.

Durch die Stärkung seiner Persönlichkeit, den Aufbau einer psychischen Selbständigkeit und der psychodynamischen Autonomie des Menschen, kann er aktiv sowohl auf eigene Gefühle als auch auf Eindrücke aus seiner Umwelt reagieren, sie verarbeiten und auf jegliche Signale eine gerichtete Handlung folgen lassen. Diese Möglichkeit zur dynamischen Umgehensweise jedes Individuums mit den Geschicken seines Lebens wird speziell dann zusätzlich wichtiger, wenn sich die Lebensbedingungen - wie geschildert - in der sozialen Umgebung immer widriger gestalten.

Prozessen wie der Schwächung der Stellung der Familie in der Gesellschaft, immer größeren psychischen Belastungen im Arbeitsleben, durch die wirtschaftlichen Veränderungen oder mangelnde Solidarität innerhalb der sozialen Systeme, kann nur wirkungsvoll begegnen, wer gelernt hat, sich aktiv aus allen relevanten Bereichen des Lebens Unterstützung, Rat und Wissen zu holen.

Wie kann der Einzelne darauf aufmerksam gemacht werden, dass er viele ungenutzte Fähigkeiten besitzt? Am besten wäre es, wenn er für sich dieses herausfinden könnte. Aber auch Verwandte, Freunde und andere könnten ihm Hinweise geben (siehe Abb. 2). Die Medien sollten angesprochen werden, Informationen zu vertreiben. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sowie die Bundesvereinigung für Gesundheitserziehung sollten sich dieser Frage mehr als bisher widmen.

Wenn nun jemand sich auf den Weg machen möchte, wohin kann er sich wenden? In Abb. 3 ist eine Reihe von Möglichkeiten aufgezeigt. So sind es Verwandte, Freunde, der Arbeitsplatz, der Arzt, eine Selbsthilfe-Gruppe (SHG), Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO), die Bundesvereinigung für Gesundheitserziehung, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und andere, aber auch das Gesundheits-Parlament. Das Gesundheits-Parlament könnte somit direkt kontaktiert werden von dem Patienten. Der Patient könnte aber auch über SHS's oder über seine Arbeitsstelle, über NGO's Verbindung aufnehmen zum Gesundheits-Parlament.

Das Parlament müsste im Austausch stehen mit vielen Institutionen (siehe Abb. 4).

Das Gesundheits-Parlament sollte einmal bestehen aus der Vollversammlung (siehe Abb. 5). Auf der anderen Seite sollten Arbeitsgruppen für verschiedene Themen gebildet werden. Eine wichtige Funktion muss die Koordinations-Einheit übernehmen. Hier würden viele der anfallenden Verwaltungsaufgaben erledigt werden.

Eine besonders wichtige Funktion hätte ein sogenanntes unterstützendes Institut. Dem unterstützenden Institut kämen im wesentlichen dreifache Aufgaben zu (siehe Abb. 6). Es müsste einmal den Informationsaustausch übernehmen. Auch wäre es zuständig für die Koordinierung der Schulung. In Zusammenarbeit mit anderen Institutionen sollte es Forschung durchführen, die für die Bewältigung der angesprochenen Problematik notwendig ist.

Abb. 1: Normale (A) und pathologisch (B) psychische Entwicklung des Menschen


Bundeszentrale Verwandte Bundesvereinigung
für gesundheitliche Freunde für
Aufklärung Bekannte Gesundheitserziehung


Andere

Fernsehen Radio Zeitung


Abb. 2: Anregung jedes Einzelnen, sich mehr um seine Autonomie zu bemühen


Bundeszentrale SHG
für gesundheitliche Andere NGO
Aufklärung

Gesundheits-
Parlament

Bundesvereinigung
für gesundheitliche
Aufklärung

Familie Arbeit Freunde

Abb. 3: Informations-Möglichkeiten des Individuums


NGO's Andere Patient SHG's



Krankenkassen


Gesundheitshäuser Unterstützendes
Institut

Arbeits-Stellen

Schulen,
Kindergärten
Bundesregierung

Universitäten Landes-Regierungen

Abb. 4: Interaktion des Gesundheits-Parlaments mit unterschiedlichen Institutionen

Koordination


Arbeitsgruppen

Abb. 5: Aufbau des Gesundheits-Parlamentes

Information Schulung
aktiv; passiv


Forschung


Abb. 6: Aufbau des unterstützenden Instituts
3. Zu den Aktivitäten des Vereins

a) Was haben wir bislang getan?

Schon vor über 30 Jahren wurde uns in Berlin bewusst, dass das größte Problem im Gesundheitswesen die psychischen und psychosomatischen Erkrankungen darstellen. Um zur Verbesserung dieser Situation beizutragen, ging es uns im Wesentlichen um folgende Fragestellungen:

1. Wie kann den Betroffenen geholfen werden?
2. Wie können sich die Betroffenen selber helfen?
3. Wie kann dieses durch eine Forschung unterstützt werden?

Um diesen Fragen nachzugehen, haben wir uns zunächst zwei Krankheitsbildern zugewandt, nämlich der rheumatoiden Arthritis und der Psoriasis.

Zur Bearbeitung dieser Fragen war es notwendig, mehr über diese beiden Krankheitsbilder zu erfahren.. Durch die Unterstützung des Robert Koch-Instituts war es möglich, zwei Symposien zu diesen chronischen Leiden zu veranstalten. Eine Arbeitsgruppe von Rheumatologen des einen Symposiums verfasste die Schrift "Zur Situation der Patienten mit Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises in der Bundesrepublik Deutschland". Diese bildete auch die Grundlage für eine Diskussion dieses Problems im Bundestag.

In Berlin setzten sich dann Ende der siebziger Jahre Mediziner aus verschiedenen Fachrichtungen zusammen, um das Problem Rheuma aus unterschiedlichen Blickwinkeln anzugehen. Darunter befanden sich Kliniker, niedergelassene Ärzte, Psychosomatiker, Biochemiker sowie Immunologen. Um die Rheuma-Forschung in Berlin intensiver betreiben zu können, wurde 1983 die Gesellschaft zur Erforschung rheumatischer Erkrankungen e. V. gegründet. Die Gesellschaft stellte 1985 an den Berliner Senat den Antrag, ein Rheumaforschungszentrum in Berlin einzurichten. Diesem Antrag folgte 1988 die Gründung des Deutschen Rheumaforschungszentrums (DRFZ) als Stiftung des Bürgerlichen Rechts zwischen dem Berliner Senat und der Immanuel-Krankenhaus GmbH. Die einzelnen Arbeitsgruppen des DRFZ wurden zunächst an verschiedenen Stellen Berlins untergebracht. Am 1. September 2000 hat das DRFZ auf dem Gelände der Charité ein neues Gebäude zusammen mit dem Max-Planck-Insttut für Infektionsbiologie bezogen und am 28.09. offiziell eingeweiht. Die Gesellschaft zur Erforschung rheumatischer Erkrankungen wurde 1995 aufgelöst, nachdem das DRFZ seinen festen Platz in Berlin gefunden hatte.

Nach dem Symposium "Psoriasis" im Jahre 1982 in Berlin wurde 1984 die Schrift "Current Research Problems in Psoriasis" im Grosse Verlag publiziert. Auch hier wurde gefordert, sich dieser und anderer Hauterkrankungen mit intensiver, konzentrierter Forschung analog zum Rheumaproblem zuzuwenden. Dieses ist leider nicht geschehen. Jedoch wurde die Selbsthilfegruppe "Psoriasis" gegründet. Diese bestand von 1975-1997.

Die Gesellschaft zur Erforschung rheumatischer Erkrankungen hatte sich immer auch mit Fragen der Psychosomatik befasst. Um dieses so wichtige Gebiet zu intensivieren, wurde 1994 der Verein zur Förderung der psychosomatischen Forschung von Autoimmunerkrankungen e. V. gegründet.

Ein großes Anliegen des Vereins ist es, die Patienten dazu zu bewegen, sich stärker um die Gewinnung der eigenen Autonomie zu bemühen. Auf diese Weise würde es ihnen möglich gemacht, besser mit ihrer Krankheit umzugehen und ein ausgeglicheneres Leben zu gestalten.

Seit Beginn dieser Initiativen wurde versucht, den Prozess der Autonomiefindung zu dokumentieren. Dieses sollte sowohl mit psychologischen als auch mit immunologischen sowie biochemischen Verfahren erfolgen.

Weiterhin geht es uns darum, Forschungen zu initiieren, welche uns mehr Klarheit über den psychischen Prozess bringen. Dieses würde auch den therapeutischen Prozess unterstützen können. Die Ergebnisse unserer bisherigen Arbeit sind folgendermaßen dokumentiert:

Literatur:

1. Kröger, H.; Rheumaforschung in Berlin - Durchbruch einer Idee. Deutsches Rheumaforschungszentrum, Seite 8, 1991, ABC Satz und Druck GmbH.

2. Von Bülow, S., H. Kröger, and R. Miesel, Application of Gestalt-therapie to patients suffering from rheumatoid arthritis, and, as a perspective, in oncology. Summer School: Preventive Oncology, September 3-10, 1994, Castell di Saragonza.

3. Kröger, H., und M. Willems: Aktivitäten der Rheumagruppe I (Rheuma und Psoriasis). Berichte des Vereins zur Förderung der psychosomatischen Forschung bei Autoimmunerkrankungen. Heft 1, 1995.

4. Kröger, H., und M. Willems: Aktivitäten zur Hilfe von Patienten mit chronischen Erkrankungen bei der Bewältigung psychischer und psychosomatischer Probleme. Berichte des Vereins zur Förderung der psychosomatischen Forschung bei Autoimmun-Erkrankungen. Heft 1, 1997.

5. Kröger, H., Rheuma und Stress. Jahresbericht DRF Z Berlin, S. 55, 1996/97.

6. Kröger, H., M. Willems und K. Bache, Aktivitäten der Arbeitsgruppe Rheuma II (Endzündliches Rheuma). Kurzfassung (Berichte des Vereins zur Förderung der psychosomatischen Forschung bei Autoimmun-Erkrankungen). Heft 1, 1997.

7. Kröger, H., M. Willems und K. Bache, Bericht über die Vollversammlung des Vereins am 28.9.1998. (Berichte des Vereins zur Förderung der psychosomatischen Forschung bei Autoimmun-Erkrankungen e. V.). Heft 3, 1998.

8. Kröger, H. und Ch. Press, Vorschläge für das Institut für Integrierte Medizin. 1999.

9. Kröger, H. und Ch. Press, Institut für integrierte Medizin. Pläne für die Zukunft. 1999.

10. Vereins zur Förderung der psychosomatischen Forschung bei Autoimmun-Erkrankungen e. V. - Anliegen des Vereins. Faltblatt, 1999.

11. Willems, M. und H. Kröger, Die Gesellschaft zur Erforschung rheumatischer Erkrankungen e. V. 1983-1995. Kurzbericht (Berichte des Vereins zur Förderung der psychosomatischen Forschung bei Autoimmun-Erkrankungen e. V.). Heft 6, 2000.

12. Kröger, H. und K. Bache, Über die Selbsthilfegruppe Psoriasis in Berlin 1975-1997. (Berichte des Vereins zur Förderung der psychosomatischen Forschung bei Autoimmun-Erkrankungen e. V.). Heft 7, 2000.

13. Kröger, H., Zur Aktivität des Vereins zur Förderung der psychosomatischen Forschung bei Autoimmun-Erkrankungen e. V.. Jahrestagung der Akademie für Integrierte Medizin in Stuttgart, 2000.

14. Kröger, H., Zur Tätigkeit des Vereins zur Förderung der psychosomatischen Forschung bei Autoimmun-Erkrankungen e. V.. Bericht für die Akademie für Integrierte Medizin in Stuttgart, 2000.

b) Was machen wir und was wollen wir zukünftig tun?

In Zusammenarbeit mit anderen Institutionen (siehe dazu Lit. 10, 13, 14) wird Betroffenen, die an chronischen Erkrankungen leiden - z. B. rheumathoide Arthritis, Psoriasis, Multiple Sklerose -, aber auch Menschen, die sich einem Entwicklungs-Prozess stellen wollen, psychische Hilfe angeboten. Im Rahmen dieser Arbeit befassen wir uns auch mit der Frage, welche molekularbiologischen Vorgänge der psychischen Reaktion zugrunde liegen. Daraus erhoffen wir uns entscheidende Hinweise für die therapeutische Arbeit.

Aus den Erfahrungen mit dem Rheuma-Problem und dem Aufbau eines zentralen Forschungs-Instituts würde die Gründung einer Institution von großem Gewinn, die sich konzentriert mit den aufgezeigten Problemen befassen könnte. Wie dieses aussehen sollte, wurde von dem Verein zur Förderung der psychosomatischen Forschung bei Autoimmun-Erkrankungen e. V. aufgezeigt (siehe Lit. 8 und 9).

 

 

Liebe MitmacherInnen der GP-Arbeitsgruppe
INTEGRATIVE MEDIZIN ,

wie am Samstag in Berlin besprochen, finden Sie anliegend (auf der Rückseite) die Adressen der TeilnehmerInnen unserer AG.
Leider hatten wir zu wenig Zeit, um das weitere Vorgehen in Ruhe zu diskutieren. Deshalb hier noch einmal zur Erinnerung der in der Eile gefaßte Beschluß, möglichst bis Weihnachten Material zu unserem Themenbereich zu sammeln und auszustauschen.
M.E. gliedert sich unser Themenbereich in zwei Aspekte:
1. Integrative Gesundheitsförderung, Behandlungen / -konzepte, die an der gesunden Ent-wicklung des Individuums orientiert sind (Integration und Synthese als Heilungsprozeß; synergetische interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Hilfe)
2. integriertes Gesundheitssystem lokal, regional, national, (europaweit), welches zur Sicher-stellung der integrativen Medizin (s.1.) erforderlich und förderlich ist.
Der Themenbereich ist riesig. Deshalb wird unsere erste Arbeit nach dem Sammeln der Infos, Modelle und Konzepte sein, ihn und das gesammelte Material zu strukturieren.
Wenn Sie noch andere Menschen, die an diesem Thema arbeiten, für eine Mitarbeit gewinnen können, wäre das sicher der Sache sehr dienlich. Voraussichtlich werden sich - wenn alles gut läuft - auch mehrere AGn zu einzelnen Themen bilden. Ich halte es aber für sehr wichtig, daß wir am Anfang das Gesamtkonzept diskutieren, in dessen Struktur sich nachher die Einze-lAGn wiederfinden. Dies ist sicher ein sehr schwieriger Prozeß, da er sehr abstrakt ist. Aber je mehr wir das Ganze und seine Dynamik und Struktur vor Augen haben, desto schlüssiger und wirkungsvoller wird die Arbeit auch in den EinzelAGn.
Ich bin gespannt auf die Ansichten, Konzepte und Berichte von guten Modellen und freue mich darauf, von Ihnen zu hören
Mit freundlichen Grüßen


PS: Zur Erinnerung: Unser nächstes Treffen ist für Samstag, den 19.1.02 in Berlin im Haus von "Weg der Mitte" geplant (genaue Adresse folgt noch).

MitarbeiterInnen des GP- Arbeitsbereichs INTEGRATIVE MEDIZIN vom 10.11.01

Katharina EHRLICHER DAAB (Dt. Allergie- +
Asthmabund) Hundekehlstr. 10
14199 Berlin Fon 030 - 826 4738

Jenz GOSSERT
Innovationen für Umwelt und Gesell-
schaft (IUG) Berlin
(kann über Kathrin Otte
erreicht werden) Fon 030 - 442 2110

Silvina HAUBOLD
Kreativhaus e.V. Barbarossastr. 65
10781 Berlin FON 030 - 2363 0635
Krankenhaus-spiel@tonline.de

Hubert KÖTTER DGVT Neckarhalde 55
72070 Tübingen Fon 07071 - 43 494
Fax 07071 - 943 435

H. KRÖGER Verein zur Förderung der psychosomatischen Forschung e.V. Kilstetter Str. 28
14167 Berlin Fon 030 - 812 1982 HansKröger1@ad.com

Dr. Daya MULLINS WEG DER MITTE Milinowskistr. 35
14169 Berlin
Kloster Gerode
37345 Gerode Fon 030 - 813 1040
Fon 036072 - 8200
Fax 036072
gerode@wegdermitte.de

Theo PETZOLD
Gesundheitsnetzwerk Bad Gandersheim
Schulstr. 5
37581 Heckenbeck 05563 - 2777/ 6038
theopetzold@gesunde-entwicklung.de

Edelgard SCHMID für
Andrea KÄTHNER
(entschuldigt) Humanistischer Verband Deutschland
LV Berlin (HVD) Wallstr. 65
z.Hd. Frau Käthner
10179 Berlin Fon pr 030 - 693 2725
Fon 030 - 6139 0425
akaethner.hvd-berlin@humanismus.de
sozges.hvd-berlin@humanismus.de

Marion STELTER ? Voltastr. 33 30165 Hannover

 

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